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Was beim Kauf einer PV-Anlage zu beachten ist

Zwei Monteure von KW Elektro setzen ein Solarmodul auf die Unterkonstruktion eines Ziegeldachs

Eine Photovoltaik-Anlage ist eine Anschaffung für die nächsten 25 bis 30 Jahre – entsprechend gut sollte die Entscheidung überlegt sein. Rund um das Thema halten sich aber hartnäckig einige Irrtümer, die viele Hausbesitzer unnötig zögern lassen. Und fast noch wichtiger als die Technik ist am Ende die Frage: Mit welchem Betrieb setzt du dein Projekt um? In diesem Ratgeber räumen wir mit den häufigsten Missverständnissen auf und zeigen dir, worauf es beim Kauf wirklich ankommt.

Ist mein Dach zu klein für eine Photovoltaik-Anlage?

Das ist der wohl häufigste Grund, warum Menschen gar nicht erst ein Angebot einholen – und in den allermeisten Fällen ist er unbegründet.

„In den allermeisten Fällen lässt sich trotzdem eine gute PV-Anlage installieren, sofern die Planung ordentlich durchgeführt wurde."

– Andreas Hopfenblatt

Entscheidend ist die saubere Planung. Ist zum Beispiel eine Satellitenschüssel im Weg, lässt sie sich häufig versetzen. Flache Dachlüfter können so gesetzt werden, dass die Module sie mit überdecken, und bei kleinen Verschattungen – etwa durch einen Kamin oder einen Baum – sorgen sogenannte Leistungsoptimierer dafür, dass die verschatteten Module den Rest der Anlage nicht ausbremsen. Ein erfahrener Fachbetrieb findet für nahezu jedes Dach eine sinnvolle Lösung.

Gibt es noch Förderung für Photovoltaik?

Doch – und zwar gleich mehrfach. Beim Kauf einer PV-Anlage für dein Eigenheim fällt aktuell keine Mehrwertsteuer an. Die sonst üblichen 19 % sparst du dir also komplett. Dazu kommt die Einspeisevergütung für den Strom, den du nicht selbst verbrauchst, sondern ins Netz abgibst. Aktuell liegt sie bei rund 7,8 Cent pro Kilowattstunde. Das klingt zunächst nach wenig – über die Laufzeit summiert sich das aber schnell zu mehreren tausend Euro. Und das Beste: Die Vergütung ist ab der Inbetriebnahme für das laufende Jahr plus 20 weitere Jahre gesetzlich gesichert. Du hast also über zwei Jahrzehnte Planungssicherheit.

Warum sind PV-Angebote so unterschiedlich teuer?

Nichts ist ärgerlicher als ein vermeintlich günstiges Angebot, bei dem es hinterher heißt: „Ach, ein, zwei Sachen mussten wir dann doch noch zusätzlich machen." Genau hier gilt der alte Grundsatz: Wer billig kauft, kauft zweimal.

Am Ende ist das „günstige" Angebot häufig teurer als alle anderen. Das liegt meist an drei Dingen: an einer schlechten Planung und Aufklärung, etwa wenn Zählerschrank, Leitungen oder Dachziegel nicht berücksichtigt und später teuer nachgebessert werden müssen. An minderwertigen Produkten, die schon nach wenigen Jahren getauscht werden. Und an Komponenten mit schwacher Leistung, die dauerhaft weniger Ertrag bringen – und dich damit über die gesamte Laufzeit bares Geld kosten.

Muss der Zählerschrank auch bei neueren Häusern angepasst werden?

Auch ein relativ neuer Zählerschrank muss beim Anschluss einer PV-Anlage in vielen Fällen angepasst werden. Der Grund: Mit der Installation erlischt der sogenannte Bestandsschutz, und die Anlage muss auf den aktuellen technischen Standard gebracht werden. Ältere Zählerschränke müssen dafür in der Regel komplett erneuert werden. Neuere lassen sich meist mit überschaubarem Aufwand nachrüsten, zum Beispiel um einen Überspannungsschutz. Ein guter Betrieb erkennt das schon bei der Planung – und weist dich von Anfang an darauf hin, statt dich später mit einer Überraschung zu konfrontieren.

Woran erkenne ich einen guten PV-Fachbetrieb?

Die beste Technik nützt wenig, wenn der ausführende Betrieb nicht sauber arbeitet oder in ein paar Jahren nicht mehr existiert. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen – gerade weil im Photovoltaik-Boom viele Anbieter praktisch über Nacht entstanden sind.

Minderwertige Produkte

Als Laie schaut man verständlicherweise vor allem auf den Preis der verbauten Komponenten. Für den Anbieter macht es wirtschaftlich aber kaum einen Unterschied, ob er teure oder günstige Produkte verbaut – seine Marge bleibt in etwa gleich. Billige Komponenten bedeuten für dich dagegen oft kurze Garantiezeiten, eine schleppende Garantieabwicklung, wenig Kulanz und schlechten Kundenservice, wenn es einmal darauf ankommt.

Überregionale Anbieter

Große, überregionale Anbieter haben in deiner Region kein Gesicht zu verlieren – ein oder zwei unzufriedene Kunden fallen in der Masse schlicht nicht auf. Hinzu kommen hohe Fixkosten, die sich im Preis niederschlagen, sowie standardisierte Lösungen von der Stange. Individuell auf dein Dach und deine Bedürfnisse eingehen? Dafür fehlt oft das Fachpersonal, das genau weiß, an welchen Stellen man sinnvoll sparen kann und an welchen besser nicht.

Vertriebsgenossenschaften und reine Verkäufer

Bei manchen Anbietern sitzen dir Vertriebler gegenüber, keine Handwerker. Verkauft wird dann, was sich gut verkaufen lässt – nicht unbedingt das, was für dein Dach technisch am sinnvollsten ist.

Das billigste Angebot

Wer die Branche wirklich versteht, verkauft selten zum absoluten Tiefstpreis. Die Rechnung ist einfach: Verdient ein Betrieb an jedem Auftrag zu wenig, übersteigen die Fixkosten irgendwann den Umsatz, am Ende droht die Insolvenz – und mit ihr fällt jede Nachbetreuung weg. Ein Preis, der zu schön ist, um wahr zu sein, ist selten ein gutes Zeichen.

Volle oder leere Auftragsbücher?

Ein sehr kurzer Vorlauf klingt praktisch, sollte dich aber stutzig machen. Stell dir vor, du möchtest ein Eis essen: Stellst du dich lieber an den Stand, an dem niemand wartet, oder an den, vor dem zehn Leute stehen? Leere Auftragsbücher haben meistens einen Grund.

Unerfahrene Betriebe

Fehlende Erfahrung ist eines der größten Risiken bei der Betriebswahl. Wer erst wenige Anlagen umgesetzt hat, übersieht in der Planung schneller wichtige Details – vom Zählerschrank bis zur Verschattung – und tut sich mit anspruchsvollen Dächern oder Sonderfällen schwer. Auch bei Garantiefällen und der Nachbetreuung fehlt oft die Routine, sodass Probleme länger ungelöst bleiben. Entscheidend ist deshalb nicht die Größe oder das Alter eines Betriebs, sondern die Erfahrung der Menschen, die dein Projekt umsetzen.

Unser Fazit

Fast jedes Dach ist für Photovoltaik geeignet, Förderungen gibt es weiterhin, und über die Laufzeit rechnet sich die Anlage. Der entscheidende Hebel für ein sorgenfreies Projekt ist die Wahl des richtigen Partners: ein regionaler Meisterbetrieb mit eigenem Fachpersonal, der ehrlich plant, hochwertige Komponenten verbaut und auch in zehn Jahren noch für dich da ist.

Genau dafür steht KW Elektro. Wir kommen aus der Region, arbeiten ausschließlich mit dem eigenen Team und beraten dich ehrlich – von der ersten Planung bis zur Nachbetreuung. Fordere jetzt dein kostenloses Angebot an oder verschaff dir mit unserem PV-Rechner zunächst eine erste Orientierung.

KW
KW Elektro RedaktionFachwissen aus über 10 Jahren Erfahrung im Bereich Photovoltaik und Elektrotechnik im Landkreis Landshut.